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E-Mobilität: S-Pod – Segway baut die coolste Rentner-Karre

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© PR/Segway Ninebot Der S-Pod ermöglicht Mobilität im Sitzen bei geringer Grundfläche.

Die ersten Segway galten als Revolution und sind heute vergessen. Nun kommt der S-Pod: Mit ihm ist man in Straßen und im Supermarkt mobil und muss nicht mal aufstehen.

Als der erste Segway rauskam, wurde er weltweit als Mobilitätsrevolution gefeiert – tatsächlich kam er nie über kleine Nischen hinaus und veränderte gar nichts. Dass der Erfinder Jimi Heselden mit seinem selbstbalancierenden Zwei-Rad-Karren in den Tod stürzte, hat die Akzeptanz nicht erhöht.
Inzwischen gehören Firma und Patente dem chinesischen Unternehmen Ninebot. Dort hat man lange darüber nachgedacht, was den Erfolg des Konzepts verhindert hat. Und kam auf folgende Idee: Der Segway ist einfach zu unbequem. Die Motoren brachten einen zwar ans Ziel, aber dafür musste man wie ein römischer Wagenlenker auf dem Karren stehen, das wird schnell langweilig und anstrengend.
Hauptsache bequem
Fast zwei Jahrzehnte später kommt nun der neue Segway-Personentransporter S-Pod. Technisch funktioniert er wie die alten Geräte, er stabilisiert sich mit Hilfe von Gyroskopen auf zwei Rädern selbst. Nur zum bequemen Ein- und Ausstieg wurde ein drittes kleines Hilfsrad hinzugefügt. Doch der S-Pod sieht nicht mehr aus wie ein Ben-Hur-Racer ohne Pferde, der S-Pod erinnert an einen futuristischen Fernsehsessel auf Rädern.
Und das ist wohl auch das Alleinstellungsmerkmal des Vehikels: In ihm sitzt man so behaglich wie in einem Autosessel und ist weit bequemer unterwegs als mit einem E-Scooter oder E-Fahrrad.
Natürlich muss man das Gerät nicht mehr durch die Verlagerung des Körpergewichtes steuern, so wie beim originalen Segway. Für Ungeübte, die stocksteif auf dem Segway standen, war die Körpersteuerung sehr anstrengend. Im S-Pod lehnt man sich zu zurück und steuert das Gefährt mit einem Navigationspanel und einen Drehknopf, so wie ein Elektro-Rollstuhl.
Besser als ein E-Rollstuhl
Während der Fahrer im Sessel lümmelt, kann der S-Pod auf 40 Stundenkilometer beschleunigen. Er soll eine Reichweite von 70 Kilometern erreichen. Mit diesen Daten könnte sich das Konzept auch zum Autoersatz in Städten entwickeln, doch um eine Zulassung in der EU zu bekommen, wird die Geschwindigkeit sicher gedrosselt werden. Der S-Pod hat gegenüber vielen anderen Mobilitätskonzepten einen weiteren Vorteil: Er ist für die Nutzung im Freien und in Gebäuden ausgelegt. Durch das Zwei-Rad-Konzept kann er nämlich auf der Stelle drehen. Im Prinzip könnte er wie ein Rollstuhl bewegt werden und ermöglicht eine städtische Mobilität, ganz ohne aufzustehen.
Der S-Pod eignet sich als Mobilitätsalternative für Senioren, Personen mit Gehbehinderungen und Übergewichtige. Heute werden von ihnen Rollstühle und Dreiräder benutzt, die mit E-Motoren angetrieben werden und teilweise auch Geschwindigkeiten von 45 km/h erreichen. Im Vergleich zu ihnen sieht der S-Pod sehr modern aus und ist durch seine geringe Standfläche auch weit flexibler. Es ist anzunehmen, dass das Serienmodell Bürgersteigkanten mühelos erklimmen kann. Ninebot dürfte auch über die notwendige Technik verfügen, die Geschwindigkeit des S-Pods je nach Umgebung zu drosseln. Auf der Straße könnte der S-Pod dann mit Spitzengeschwindigkeit fahren, in Gebäuden, Fußgänger- und Einkaufszonen wäre er aber auf Schrittgeschwindigkeit begrenzt. 2021 soll der S-Pod verkauft werden, der Preis ist noch nicht bekannt.

 

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