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Gefährliche Wechselwirkungen: Diese Lebensmittel sollten Sie niemals mit Medikamenten einnehmen

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Dass sich Alkohol nicht mit Medikamenten verträgt, dürfte jedem bekannt sein. Aber auch anti-alkoholische Getränke und vermeintlich gesunde Lebensmittel können gefährliche Wechselwirkungen hervorrufen. So verstärkt oder vermindert manche Nahrung die Wirkung der Medikamente. Die Apothekerkammer Niedersachsen klärt auf, bei welchen Arzneimitteln in jedem Fall Vorsicht geboten ist.

Grapefruit
Eigentlich gilt die Zitrusfrucht als gesund. Doch die Grapefruit und der Saft führen bei zahlreichen Arzneimitteln zu Wechselwirkungen. „Bereits vier Stunden nach der Einnahme von Grapefruit oder Grapefruitsaft verhält sich der Stoffwechsel in Hinblick auf die Wirkung vieler Arzneimittel fast unkalkulierbar“, so die Apothekerkammer Niedersachsen.
Dieser Effekt halte über viele Stunden an, weshalb eine zeitversetzte Einnahme nicht ausreiche. Bei Medikamenten gegen Erektionsstörungen (Wirkstoff Sildenafil), Cholesterinsenkern (Wirkstoff Simvastatin), Zolpidem-haltigen Schlafmitteln sowie Blutdruckmitteln mit Amlodipin und Verapamil sollte die Frucht komplett gemieden werden.

https://wize.life/news/gesundheit/107065/gefaehrliche-wechselwirkungen-diese-lebensmittel-sollten-sie-niemals-mit-medikamenten-einnehmen#brid_cp_Brid_1572456840_485011

Mineralwasser
Mineralwasser schwächt die Wirkung von Osteoporosemitteln und Schilddrüsenpräparaten ab. Allerdings nicht aufgrund der Kohlensäure. Schuld daran ist die Tatsache, dass viele Wasser mit Kalzium und Eisen angereichert sind. Die Medikamente sollten daher lieber mit Leitungswasser eingenommen werden. Zwischen dem Konsum des Arzneimittels und Mineralwasser sollten mindestens zwei Stunden liegt.

Milchprodukte
Milchprodukte haben viel Kalzium, das im Darm bestimmte Antibiotika-Wirkstoffe an sich bindet. Der Körper kann das Medikament dann aber nicht mehr vollständig aufnehmen. Ein Großteil wird ausgeschieden, die Wirkung bleibt aus. Besondere Vorsicht ist bei Osteoporose-Medikamenten geboten. Osteoporose-Bisphosphonate sollten mindestens eine Stunde vor oder zwei Stunden nach dem Verzehr von kalziumhaltigen Lebensmitteln eingenommen werden. Auch Medikamente gegen Parkinson vertragen sich nicht mit eiweißhaltigen Nahrungsmitteln.

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Tee
Gerbsäure, die beispielsweise in schwarzem Tee und auch Kaffee enthalten ist, erschwert die Aufnahme vieler Wirkstoffe. Zum Beispiel kann Eisen nicht mehr verwertet werden. Das Spurenelement wird so fest gebunden, dass es nicht mehr über die Darmwand in den Blutkreislauf gelangt, sondern vermehrt ausgeschieden wird. Eisenpräparate und gerbstoffhaltige Getränke sollten daher mindestens zwei Stunden versetzt konsumiert werden. Bei Psychopharmaka und Antiasthmatika sollte auf Gerbsäure komplett verzichtet werden.

Koffeinhaltige Getränke
Koffein erhöht den Blutdruck. In Kombination mit Antibiotika wird diese Reaktion noch weiter verstärkt. Es kann zu Herzrasen und Schlafstörungen kommen.
Salat
Wer Blutverdünner (Vitamin-K-Antagonisten) einnimmt, sollte besonders auf seine Ernährung achten und Vitamin-K-reiche Lebensmittel wie Salat, Spinat, Grün- und Rosenkohl nicht im Übermaß konsumieren. Denn das fettlösliche Vitamin ist im Körper u. a. für die Blutgerinnung zuständig.

Lakritz
Lakrtiz kann bei Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Schwangerschaft gefährlich werden. Beim Verzehr größerer Mengen verändert sich der Mineralstoffwechsel, es kommt zu Natriumanreicherungen und Kaliumverlusten. Das wiederum hat Wassereinlagerungen im Gewebe sowie Muskelschwäche zur Folge. Die Apothekerkammer rät daher zum Verzicht.

Alkohol
Am gefährlichsten bleibt die Kombination aus Medikamenten und Alkohol. Vor allem bei Schlaf- und Beruhigungsmitteln, Antidepressiva und anderen Psychopharmaka sollte Alkohol komplett gemieden werden. Denn Medikamente und Alkohol wirken dämpfend auf das zentrale Nervensystem. Schlimmstenfalls kann es zum Atem- oder Herzstillstand kommen.
Außerdem verändert Alkohol den Stoffwechsel, dass viele Wirkstoffe langsamer abgebaut werden. Dadurch kann es zu Vergiftungen kommen. Bei der Einnahme von Paracetamol kann es in Verbindung mit Alkohol zu schweren Leberschäden kommen, die lebensbedrohlich sein können.
WICHTIG: Wer unsicher ist, sollte sich bei seinem Arzt oder Apotheker über mögliche Wechselwirkungen erkundigen.

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